Vera Friedländer
Cover  

Vera Friedländer, Jahrgang 1928, wurde in der Nazizeit als so genannte Halbjüdin verfolgt und wurde Opfer von Zwangsarbeit. Als Anfang März 1943 ihre Mutter im Rahmen der »Fabrikaktion« in der Großen Hamburger Straße in Berlin festgehalten wurde, harrte sie als 15-Jährige mit ihrem Vater und anderen Partnern in so genannten Mischehen viele Stunden vor der Gestapo-Sammelstelle aus. Ähnlich wie bei dem beharrlichen Frauen-Protest in der Rosenstraße gelang es hier, die festgenommenen Juden wieder freizubekommen. Viele Angehörige ihrer Familie wurden deportiert und in Auschwitz, Theresienstadt und anderen Orten ermordet.
Germanistikstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin, Verlagslektorin, in den 70er Jahren Dozententätigkeit in Warschau, in den 80er Jahren Professur für Deutsche Sprache an der HUB, 1990 Mitbegründerin des Jüdischen Kulturvereins Berlin. Vera Friedländer arbeitet in der Zwangsarbeits-Forschung der Berliner Geschichtswerkstatt mit und ist aktiv an dem Projekt Stolpersteine beteiligt.

 

Erschienene Titel im Verlag

Autor von Fliederzeit